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Vom Lehrer zum Unternehmer im Bundesland Sachsen-Anhalt

Herausgegeben von Gerhard Düsterhöft in Recht & Unrecht · 17/6/2018 21:23:00
In der Hoffnung, dass hier im Osten Deutschlands auch die Lehrer, die im DDR Staat nicht in die SED eingetreten waren, und die auch auf Privilegien verzichteten, alsbald 100% des Westgehaltes bekommen, und auch verbeamtet würden, blieb ich hier Oebisfelde, einer Kleinstadt an der früheren innerdeutschen Zonengrenze zum benachbarten Niedersachsen. 
Hier war ich von 1981 bis 1989 als Lehrer für Biologie und Chemie tätig. Ich wohnte mit meiner kleinen Familie in der Hausmeisterwohnung der neu erbauten Schule. Eine schöne Zeit, denn den Respekt meiner Lehrerkollegen, der Schüler und der Eltern, meist Angehörige der bewaffneten Orgene der DDR, verdiente ich mir durch meine Arbeit und auch durch meine außerschulische Tätigkeit als IT-Fachmann, Programmierer und Lehrer für Computertechnik Informatik und das zu einer Zeit, als der Westen noch behauptete, die DDR sei ein "Entwicklungsland". 
Es gab nicht nur Parteigenossen und Stasi-Leute, sondern auch Arbeiter, Bauern, Akademiker mit fundierter Bildung, die denen im Westen in nichts nach standen.  So ist auch mein Diplom, welches ich an der renomierten Martin-Luther Universität in Halle/Saale ablegte nicht nur ein Stück Papier, sondern Ausdruck meines Fleißes, der Zielstrebigkeit und meines Könnens. 
Ich flüchtete nicht in den goldenen Westen, nachdem die Grenze fiel, sondern hoffte, dass ich als Deutscher, wie ein Deutscher behandelt werde. Gleiches Geld, für gleiche Arbeit, in Ost und West und Nord und Süd der Republik. 
Ich blieb mit meiner Familie in Oebisfelde und erklärte meine Bereitschaft, das neue Gymnasium in Oebisfelde mit aufzubauen. Lohnmäßig hatte ich mich ja schon verbessert. Bekam ich in der DDR als Diplomlehrer  1000,00 DDR Mark im Monat (Entsprach etwa 100,00 DM/50,00€ in der DDR), so waren es nach der Wiedervereinigung monatlich etwas mehr als 2000,00 DM. 
Noch wusste ich nicht, dass ein Lehrer im Wolfsburg, das dreifache monatlich verdiente. Eines bekam ich jedoch mit, dass sich die Lebenshaltungskosten in Ost und West ganz schnell anglichen. Am Ende des Monats blieb kaum Geld übrig und so hoffte ich, dass auch hier in Sachsen-Anhalt die Lehrer, die hier blieben, in den nächsten 5 Jahren den gleichen Lohn bzw. Gehalt bekommen würden, wie Lehrerkollegen im benachbarten Niedersachsen. 

So startete ich am 3. Oktober 1990 mit 65% des Westgehaltes hier im Bundesland Sachsen-Anhalt, meine Tätigkeit als  Diplomlehrer für Biologie, Chemie und Informatik. Der noch amtierende Direktor Friedrich-Karl Sonntag (Liebevoll Frieka genannt) hatte mich beauftragt eine Atomzeit betriebene Schulklingel mit Melodien und eine Beschallungsanlage in dem zukünftigen Gymnasium zu installieren. Dies tat ich auch. Ich erhielt meinen gerechten Lohn für meine Arbeit und die Auslagen. 
Der Grundstein für das Oebisfelder Gymnasium war gelegt. Das Polytechnische Zentrum (PTZ) wurde aufgelöst und ich baute im Keller der alten Schule ein Computerkabinett mit KC 85 , KC 87, AMIGA 500, und PC auf, die mir Firmen aus Oebisfelde und dem benachbarten Niedersachsen zur Verfügung stellten. 
Ein neues Unterrichtsfach, die Informatik entstand. Schüler erhielten Einblicke in die Arbeitsweise eines Computers und in die Möglichkeiten, diesen Maschinen "Leben" einzuhauchen.  Ich brachte meinen  Schüler und auch die Lehrerkollegen  das Programmieren in BASIC und Turbo Pascal bei. Aber auch meine Hauptfächer, die Biologie und die Chemie vernachlässigte ich nicht. Mitte der 90iger Jahre erhielt das Burg-Gymnasium auch neue Fachräume für Chemie, Physik und Informatik. Im Computer-Kabinett im Keller unserer Schule entstand ein erstes vernetztes PC System und ISDN erhielten wir auch. Wenn wieder einmal eine Schule dicht gemacht wurde, fuhr ich dort hin und holte Geräte, Chemikalien, Modelle und sonstige Unterrichtsmaterialien ab und brachte sie in unsere Schule.    
In den 90iger Jahren brauchte man uns noch, denn Lehrer aus dem Westen wollten definitiv nicht in Sachsen-Anhalt für 65% des Westgehaltes arbeiten. So war ich maßgeblich mit am Aufbau des Burg-Gymnasiums beteiligt. Die Fachräume wurden in den 90iger Jahren neu gebaut. Ein Computer-Kabinett für den Informatikunterricht entstand, Dank meiner Aktivitäten. 
Das Kultusministerium in Sachsen-Anhalt war jedoch bereits mit Westimport Beamten, meist aus dem Lager der   CDU besetzt worden. Waren es zu DDR-Zeiten die Genossen der SED, so folgten alsbald in Sachsen-Anhalt "Parteigenossen" aus dem Lager der CDU. Diese verstanden es gut, einen Keil zwischen die Lehrerschaft hier in Sachsen-Anhalt zu treiben. 
So verlief die Verbeamtung nicht danach, welche Lehrer bereits seit längerer Zeit im Schuldienst waren, sondern danach, ob sie der CDU angehörten oder ob sie nicht aus der Kirche ausgetreten waren. Fast genau so wie in der DDR entstanden politische Seilschaften. Nur waren es nicht mehr die SED Funktionäre, sondern CDU Funktionäre, meist aus den alten Bundesländern, die die Kontrolle hier in Sachsen-Anhalt übernahmen. 
Die ehemaligen DDR-Lehrer  wurden hin gehalten. Man müsse zunächst die Stasi-Tätigkeit überprüfen, um dann über Verbeamtung zu entscheiden.      
Auch ich war so naiv zu glauben, dass vielleicht nach etwa 5 Jahren die Lebensverhältnisse, insbesondere die Löhne und damit später auch die Renten in Ost und West angeglichen waren. Denn schließlich waren wir ja alle Deutsche und in meinem Fall gut ausgebildete Fachlehrer mit einem Diplom, politisch, ideologisch neutral und als Lehrer verpflichtet, die Verfassung der Bundesrepublik zu respektieren. Neben meinen Fächern Biologie und Chemie war ich der einzige Lehrer am Burg-Gymnasium, der bereits zu DDR Zeiten das Fach Computertechnik und Informatik unterrichten konnte. 
Dann 1998 wurde unser neu gegründetes Gymnasium platt gemacht, weil Beamte und Politiker des Landkreises Haldensleben befürchteten, Oebisfelde würde wirtschaftlich zu stark werden und Haldensleben, Wolmirstedt Konkurrenz machen. So mussten dann insbesondere Lehrer und Schüler aus Oebisfelde und den umliegenden Gemeinden lange Wege bis zum Gymnasium nach Weferlingen in Kauf nehmen. Die Lehrer bekamen zu der Zeit gerade ein Mal 70% des Westgehaltes und so blieb es bis heute. Von einer Verbeamtung redete keiner mehr, und in Sachsen-Anhalt begann eine systematische Sparpolitik. 
Schulen wurden geschlossen. Lehrerkollegen, die durchaus noch im Schuldienst bleiben konnten, wurden zwangsweise in den Ruhestand versetzt. Dann 2002 mit der Übernahme der Regierung in Sachsen-Anhalt durch CDU und FDP wehte gleich ein neuer Wind. 
Lehrer, die das System kritisierten, wurden systematisch von westdeutschen drittklassigen Beamten aus dem Kultusministerium Magdeburg aus dem Schuldienst heraus gemobbt. Dieses Prinzip des Mobbings hatte sich in den alten Bundesländern in den 80iger und 90iger Jahren bestens bewährt. 
So wurde auch ich, obwohl ich meine Zustimmung verweigerte an Schulen in Walbeck und später nach Haldensleben abgeordnet. 2002 wurde solch ein "Westimport" Staatssekretär im Kultusministerium von Sachsen-Anhalt. Seine Ehefrau übernahm das Freiherr-vom-Stein Gymnasium in Weferlingen. Der damalige Schulleiter (Fachlehrer für Biologie und Chemie) wurde abgesäbelt und musste in den Ruhestand gehen. 
Aus einem vormals naturwissenschaftlich, atheistisch geprägten Gymnasium wurde nun ein katholisch, also religiös geprägtes Gymnasium. Auf dem Kiecker dieser "Importbeamten" aus Westdeutschland standen Lehrer, die eher politisch linke Ansichten vertraten und die auch das Positive des DDR-Staates und des DDR-Schulsystems ihren Schülern vermittelten und die auch offen kritisierten, dass in den Schulen der Religionsunterricht plötzlich einen höheren Stellenwert hatte, als die Naturwissenschaften Biologie und Chemie. 

Und wenn dann diese Lehrer nun auch noch 100% des Westgehaltes forderten, eine Verbeamtung verlangten dann standen sie schnell auf der "Abschussliste". So geschehen auch bei mir. Als ich der damaligen Schulleiterin zu gefährlich wurde, weil ich grobe Verstöße gegen die Sicherheitsbestimmungen an ihrer Schule aufdeckte, wurde ich zunächst nach Walbeck und ein Jahr später nach Haldensleben zwangsweise versetzt. Gesundheitlich angeschlagen (Ich hatte 2003 ein Burnout), ließ man mich noch längere Wege zum Arbeitsort zurück legen. Ich unterrichtete Fächer für die ich nicht ausgebildet war. Meine Schüler waren nun Haupt- und Realschüler und Kinder mit ADHS anstatt Schüler eines Gymnasiums. Man strich mir nun auch noch die gymnasiale Zulage.   Insgeheim hofften diese Leute aus dem Kultusministerium Magdeburg, dass man selbst aus gesundheitlichen Gründen das Handtuch warf und freiwillig aus dem Schuldienst ausschied. 

Ich tat Ihnen jedoch nicht den Gefallen und kämpfte weiter. Dann 2006 versuchten einige Staatdsdiener aus dem Kultusministerium Magdeburg (Reinhard, Kölsch, Leabe, Wahner-Willems) zu verhindern, dass ich wieder an mein Stammgymnasium nach Weferlinge zurückkehren würde. Die Staatsanwaltschaft Magdeburg, wahrscheinlich auch Parteifreunde aus der CDU klagten mich der 4 fachen Körperverletzung an Kindern vor dem Amtsgericht in Haldensleben an.  
Auch leitende Beamte aus dem Polizeiamt Weferlingen und der Sekundarschule Walbeck waren mit involviert. Der Gerichtsprozess gegen mich im Mai 2006 ging jedoch nach hinten los. Ich entlarfte die Machenschaften dieser Leute und wehrte mich erfolgreich. Als ich dann auch noch am Gymnasium in Haldensleben unter der Schulleiterin Bolle ebenso grobe Verstöße gegen die Sicherheitsbestimmungen im den Fachräumen für Biologie und Chemie aufdeckte, wurde ich zu einer ernsten Gefahr für diese Seilschaften aus dem Kultusministerium Magdeburg.  
Das Mobbing und Bossing von Beamten aus dem Kultusministerium wurden immer intensiver. Schließlich erhielt ich zu Ostern 2007 das Kündigungsschreiben zugestellt. Eigentlich für einen fast Beamten unmöglich, aber in Sachsen-Anhalt geht das schon mal. Mann muss nur die richtigen Leute aus den eigenen Reihen der CDU kennen. 
In meinem Fall war es der Herr Thomas Leimbach (CDU) auch so ein Westimport aus den alten Ländern. Er war zu der Zeit  als Präsident des Landesverwaltungsamtes Magdeburg tätig. Seine Unterschrift stand dann auf dem Kündigungsschreiben welches mir zugestellt wurde. 
Das stärkste jedoch war, ich sollte für diese Typen aus dem Landesverwaltungsamt Magdeburg noch ein halbes Jahr arbeiten, um dann ohne Abfindung aus dem Schuldienst auszuscheiden. "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, nun kann er gehen" So die Devise dieser Leute. Das war mir dann doch zu blöd. 
Ich nahm mir eine Auszeit im Klinikum in Königslutter und brachte mein Leben wieder auf die richtige Bahn. Meine Töchter hatten sich auch von Ihren früheren Partnern getrennt und erwarteten beide den Nachwuchs, den ich mir immer gewünscht hatte. 
Endlich Opa sein, und immer für sie da zu sein, wenn sie mich brauchen. Nicht mehr abhängig sein, von einem profitgeilen Arbeitgeber, der einen über die Jahre ausgesaugt hat. Ich schrieb meine Erlebnisse über Mobbing und Bossing am Arbeitsplatz Schule in Sachsen-Anhalt auf und berichtete darüber auf meinen Webseiten.
Anfang Oktober 2007 führte mein damaliger Rechtsanwalt Köhler den Prozess gegen das Land Sachsen-Anhalt vor dem Arbeitsgericht in Magdeburg. Ihm fehlten jedoch die Beweise und die Argumente für meine Unschuld. Auch die Thematik Mobbing und Bossing war meinem Rechtsanwalt unbekannt. 
Und weil ich auch nicht zur Verhandlung geladen war, kam was kommen musste. Die Klage gegen das Land Sachsen-Anhalt wurde zu meinen Ungunsten entschieden. Nicht nur die Behörden auch die Justiz war mit "Westimporten" bestückt. Und die kannten sich auch untereinander. "Eine Krähe hackt  einer anderen Krähe nicht die Augen aus", nach diesem Motto velief und verläuft es bis heute hier in diesem Bundesland Sachsen-Anhalt. 
  
Ich verklagte das Land Sachse-Anhalt und erhielt Ende August 2008 vor dem Bezirks-Arbeitsgericht in Halle-Saale Recht. Ich wurde voll rehabilitiert, erhielt eine Abfindung in beachtlicher Höhe, die Berufung wurde nicht zugelassen. Den drei Richtern teilte ich mit, dass ich nie wieder für dieses "verkackte" Schulsystem in Sachsen-Anhalt arbeiten werde.  
Unbeeindruckt dieser ersten Niederlage verbrachte ich im Herbst 2007 schöne Ferientage mit meiner Familie und unserer Enkeltochter Miriam an der nördwestlichen Ostseeküste in Dänemark. Das Land und die Menschen gefielen mir so gut, dass ich mit dem Gedanken spielte, sogar hier zu bleiben. Nun hatten wir jedoch bereits in Oebisfelde 1994 unser Eigenheim bezogen und uns schön eingerichtet. Die monatliche Belastung von 1200,00€ für den Hauskredit den wir noch abzahlen mussten, machte uns sehr zu schaffen. Als Diplomlehrer am Gymnasium verdiente ich damals gerade 1800,00€ Netto. Fast mein gesamter Lohn als Lehrer ging für unser Fertigteilhaus drauf. Zum Glück hatte meine Ehefrau bereits 2003 den richtigen Schritt Richtung Westen gemacht. Sie hatte sich im Bahnbetriebswerk in Braunschweig beworben und wurde dort auch eingestellt. Von nun an erhielt sie mehr mehr Lohn als ich in meiner Tätigkeit als Lehrer in Sachsen-Anhalt. 
Seit meiner Kündigung im April 2007 erhielt ich keinen Lohn von meinem Arbeitgeber dem Land Sachsen-Anhalt. Den Prozess vor dem Arbeitsgericht Magdeburg in der ersten Instanz hatte ich verloren. Meine Krankenkasse, die Taunus BKK schickte mich im November 2007 zum medizinischen Dienst um meine Arbeitstauglichkeit feststellen zu lassen. Und obwohl mir die Ärzte noch Arbeitsunfähigkeit bescheinigten, schrieb mich mein Hausarzt Jaster im Januar 2008 wieder arbeitsfähig, wissentlich, dass die Depressionen noch anhielten. Nun erhielt ich weder Lohn noch Krankengeld und auch kein Arbeitslosen Geld. Von Januar 2008 bis März 2008 fiel ich wieder in ein Loch und keiner half mir. Ich schrieb meine Erlebnisse auf, gestaltete meine Website "www.mobbing-gegen-lehrer.de" und brachte meine Erlebnisse an die Öffentlichkeit. Darin entlarvte ich ich das perfide System des Mobbing und Bossing an den Schulen in Weferlingen, Oebisfelde, Walbeck und Haldensleben und die Rolle des Kultusministeriums Magdeburg. Dabei tauchte immer wieder ein Name auf, der die Fäden spann. Ein Oberregierungsrat Kölsch hatte die Rechtsabteilung des Kultusministeriums übernommen. Er hatte es sich zur Aufgabe gemacht, gegen mich anzutreten. 
Mein Entschluss stand fest, den Lehrerberuf in Sachsen-Anhalt aufzugeben. Nur die Berufungsverhandlung vor dem Bezirksarbeitsgericht in Halle Saale stand mir noch bevor. Während der Zeit in Königslutter und auch danach hatte ich genügend Zeit, das Erlebte zu verarbeiten und Beweise für meine Unschuld zu sammeln. 
Mein Hobby, die Computertechnik und Elektronik hatte ich nie aufgegeben. Bereits in den 90iger Jahren hatte ich damit begonnen, für Freunde, Angehörige und Bekannte Computer aufzubauen und mit Windows Betriebssystemem auszustatten. In der Anfangszeit, war dies meinem Arbeitgeber dem Land Sachsen-Anhalt sehr angenehm, denn si hatten einen Dummen gefunden, der die Computer in der Schule repariert und wartet und der dafür kein Geld bekam. Dann 2006 klang das ganz anders. Ich bekam eine Abmahnung dafür, dass ich in meiner Freizeit Computer für meine Freunde zusammen baute. Später mehr dazu und die entsprechenden Unterlagen werde ich Euch auch nicht vorenthalten.     
Dann Ende Februar 2008 fasste ich den Entschluss, mich im Computer Repair Shop in Oebisfelde als IT-Techniker zu bewerben. 
Daraus wurde jedoch auch nichts, denn die letzten Tage des Computer-Repair Shop in Oebisfelde waren angebrochen. Bereits im März 2008 wurde der Laden von seinen früheren Eigentümern aufgegeben und kurze Zeit später auch geschlossen. 
Spontan fasste ich den Entschluss, mein Hobby, die Elektronik und Computertechnik zum Beruf zu machen. Ich kaufte die Restbestände und das Inventar des Computer-Repair Shops auf, meldete mich bei der Arbeitsagentur in Haldensleben und holte mir gleich einen Termin bei Frau Claus vom Existenzgründungszentrum in Haldensleben. Ich stellte einen Antrag auf Fördermittel, formulierte mein Konzept für mein eigenes Unternehmen. In der Gardelegener Str. 9 fand ich die geeigneten Gewerberäume, für den Verkauf und meine Werkstatt. Der Unternehmer Wulfhard Peters vermietet die Räumlichkeiten für 500,00€ Warmmiete im Monat. Anfangs ein Schnäppchen, denn der Vermieter im ehemaligen Mietobjekt des Computer Repairshops verlangte mehr als das Doppelte an Miete. Anfang Mai 2008 hatte ich sämtliche Anträge für Fördermittel ausgefüllt und wartete nun gespannt, darauf, dass ich vom Land Sachsen-Anhalt eine Zusage bekommen würde. Ich durfte jedoch mit dem Gewerbe noch nicht beginnen, um die Vergabe der Fördermittel nicht zu gefährden. 
Gemeinsam mit Angehörigen und Freunden renovierten wir jedoch bereits das Ladengeschäfft, bauten die Regale Schränke und Tische ein. Nachdem ich Mitte Mai 2008 nochmals zu Frau Claus gerufen wurde und die Anträge für die Fördermittel neu ausfüllen musste,  tat sich bis drei Tage vor Eröffnung meines Geschäftes nichts. Dann am Mitwoch erhielt ich den Anruf aus Dessau mit der Zusage der 6000,00€ Fördermittel, zweckgebunden nur für die Mietzahlungen im ersten Jahr. Nur 15 Minuten später erhielt ich noch einen Anruf von dieser Behörde und man teilte mir mit, dass ich keine Fördermittel erhalten werde. 
Ich denke schon, dass jemand in Dessau mitbekommen hatte, dass ich ja das Land Sachsen-Anhalt verklagen würde. Die Verhandlung sollte Ende August 2008 in Halle/Saale stattfinden. Mit den Fördermitteln hätte ich ja meinen Prozess gegen das Land finanzieren können. Man strich mir die Mittel einfach. Und selbst der sich anschließende Prozess brachte auch nichts Positives für mich. Ich wurde verurteil an das Land 400,00€ zu zahlen. Als kleine Genugtuung erteilte ich dem damaligen Wirtschaftsminister Reiner Haseloff in meinem Geschäft ein Hausverbot. 
Alles in Allem hielt ich jedoch mein erstes Versprechen, pünktlich am 1. Juni 2008, dem Internationalen Kindertag, mein Geschäft zu eröffnen. Ein mutiger Schritt aus mehreren Gründen: Es war die Zeit der Wirtschafts- und Bankenkrise. Kredite von der KFW Bank gab es nicht, denn dort saßen eben diese Westimporte, die mit der Nord LB kooperierten. Hilfe und Unterstützung vom Wirtschaftsministerium unter Haseloff erhielt ich auch nicht, denn die Fördergelder verschwanden oft in dunklen Kanälen. Dies war mir dann auch egal und mein Entschluss stand fest, mich nie mehr ausbeuten zu lassen. Mein Geschäft wurde sofort von meinen Kunden angenommen und ohne unnötig Kosten für Werbung und Versicherungen auszugeben begann mein Langzeitexperiment: "DÜSTI's Computer-Shop".  
In den 10 Jahren praktizierte ich eine Art des Wirtschaftens, die einzigartig in Deutschland ist. Ich verzichtete auf Lohn und auf Profit. Meine Gewinne flossen umgehend in mein Unternehmen ein. Ich machte mich nicht abhängig von Banken. Meine Geldgeber waren stets Angehörige, Freunde, Nachbarn, Kunden. Anstatt der 0% für ihre Spareinlagen bei der Bank, erhielten Sie 4% bis 8% auf ihre Geldeinlagen von mir zurück. Meine Angestellten waren eher Geschäftspartne, die neben dem üblichen Lohn, natürlich auch Sachwerte von mir bekamen. Oder anders, sie wurden nicht ausgebeutet, konnten kommen und gehen, wann sie wollten. Meine jährlichen  Umsätze waren für ein 1 Mann Unternehmen beachtlich. Sie lagen stets zwischen
60.000,00€ und 150.000,00€. Einkauf und Verkauf hielten sich die Waage, so waren meine jährlichen Gewinne eher bescheiden. Ein Hartz 4 Empfänger bekam monatlich mehr Lohn als ich. Trotzdem konnte ich mir alles leisten was ich wollte. Wenn ich Geld brauchte, nahm ich es aus meiner Kasse. Anfangs machte ich die Fehler, ich gab Kunden Kredit und gestattete die Teilzahlung. Dies nutzten einige Kunden aus und zahlten ihre Schulden nicht. Es folgten Kosten für Rechtsanwälte, Gerichte. Dem schob ich einen Riegel vor, dass ich dann nur noch Barzahlung akzeptierte. Ich feuerte meinen Rechtsanwalt, Steuerberater, Versicherungsvertreter, die Banken und erledigte auch diese Aufgaben selbst. 


Dieses große Wagnis startete ich im April 2008. Zur Zeit der Wirtschafts- und Bankenkrise im Bundesland Sachsen-Anhalt, dem "Sizilien" des Ostens begann ich mit einem StarDamit habe ich auch die allgemeine Ansicht wiederlegt, dass Lehrer nur "Fachidioten" sind und nichts anderes können als zu unterrichten. Ein wenig enttäuscht bin ich diesmal schon, dass von meinen mehr als 2800 Kunden nicht einer mal ein paar nette Worte in mein Gästebuch eingetragen hat. Enttäuschung auch auf voller Ebene, dass auch diesmal, weder Vertreter der Stadt Oebisfelde z.B. Bürgermeister Kraul, Wirtschaftsförderer Schorlemmer und sonstige Ratsmitglieder gar nicht mitbekommen haben, dass es in Oebisfelde nun bereits seit 10 Jahren ein Mittelständisches Unternehmen gibt, dass für diese Stadt, den Landkreis und das Bundesland Sachsen Anhalt eine ganze Menge geleistet hat. 
Ja und auch unsere Medien, Volksstimme und Altmarkzeitung zeigten schon damals bei der Geschäftseröffnung kein Interesse und haben sich auch diesmal nicht sehen lassen.  




Mein allerletztes Angebot an die Firma Wulfhard Peters

Herausgegeben von Gerhard Düsterhöft in Lokales · 17/6/2018 21:19:00

Friedensangebot an Wulfhard Peters und die Reaktion...

Herausgegeben von Gerhard Düsterhöft in Lokales · 1/6/2018 14:53:00
Nach der verpassten Übergabe des Mietobjektes durch den Vermieter, verblieb bis Anfang April betriebliches Eigentum meiner Firma im Mietobjekt. Der Vermieter schaffte es in 4 Monaten nicht, dies abbauen zu lassen. Am 11.04.2018 unterbreitete ich dem Herrn Peters das "Friedensangebot" den Streit zwischen zwei Oebisfelder Firmen endlich beizulegen. Maßgeblich wurde der Konflickt durch den Rechtsanwalt Köhler und das Fehlurteil des Landgerichts Magdeburg geschürt. Ich einem persönlichen Schreiben an Herrn Peters verlangte ich von Ihm, die von mir gezahlte Mietkaution bis zum 20.04.2018 auf mein privates Girokonto zu überweisen und bis zum 25.04.2018 mein im Mietobjekt verbliebenes Eigentum abzubauen und mir an meine Hausadresse zustellen zu lassen. Ende April wurde dann auch die Außenwerbung abgebaut. Im Objekt fanden Malerarbeiten statt, die dazu dienten einen neuen Nachmieter zu finden. Die bereits vor Jahren beschädigte Eingangstür und das hintere Fenster wurden nicht ausgewechselt. Ich forderte Anfang Mai 2018 nochmals mein Eigentum und die Mietkaution zurück. Ohne Erfolg. Plötzlich erhielt ich Post vom Amtsgericht Haldensleben, dass Herr Thomas Köhler eine Zwangsvollstreckung in Auftrag gegeben hatte, wissentlich, dass nach dem Gerichtsurteil alle Schulden an den Vermieter bereits Ende Januar 2018 beglichen waren. Außerdem verfügte er die Sperre meines privaten Girokontos bei der Kreissparkasse Börde. Nun reichte es mir. Es gibt Leute, die kapieren nicht wann sie lieber aufgeben sollten. Ich erstattete Strafanzeige wegen Verleumdung und erwirkte einen vollstreckbaren Titel gegen diesen uneinsichtigen Vermieter und seinen RA Thomas Köhler. Fortsetzung folgt.
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